Styling-Lektionen von der Copenhagen Fashion Week

Seit ich mich erinnern kann, bin ich Fan des skandinavischen Stils. Die entspannte, zurückhaltende Lebensart, die puristischen Möbel und natürlich auch die Mode. Deshalb ist für mich auch die (oft viel zu vernachlässigte) Fashion Week in der dänischen Hauptstadt ein Fixpunkt im Kalender. Jede Saison freue ich mich nicht nur auf die neuesten Kreationen meiner Lieblingsmarke wie Baum & Pferdgarten oder Malene Birger, sondern auch die bemerkenswerten Looks, die sich vor den Fashion-Week-Zelten tummeln. So einfallsreich, dass man fast schon das Notizheft zücken sollte um sich einige Styling-Lektionen zu notieren. Aber was heißt hier fast? Genau das hält der heutige Post für euch bereit – zum Kopieren, Ausdrucken und an den Kleiderkasten heften.

 

Lektion Nummer Eins: Die Grenzen des eigenen Kleiderschranks ignorieren

Wenn man im eigenen Sortiment wieder mal nichts Passendes findet, dann muss man zum Mann greifen – oder zumindest dessen Sachen durchwühlen. Das Holzfällerhemd wird einfach als Rock um die Hüfte gewickelt, der Sweater in Falten geworfen und über dem Etui-Rock getragen. Und die Bomberjacke sieht sowieso viel besser aus, wenn sie die Größe des männlichen Partners hat. In Ermangelung eines solchen tut es übrigens auch der ausgeleierte Hoodie von Papa.

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Lektion Nummer Zwei: Be informed

Modeleute sind oberflächlich und selbstfixiert? Pah, was für ein Vorurteil. Am besten man bekämpft dieses Gerücht, in dem man sich etwas zum Lesen unter den Arm klemmt. Nein, nicht die Vogue und auch nicht die Instyle sondern etwas intellektuell Wertvolles wie eine Tageszeitung. Man will ja informiert in den Fashion-Week-Alltag starten und zu jeder Diskussion über das politische Tagesgeschehen bereit sein. Denn die Welt dreht sich auch weiter, wenn man überirdisch gut aussieht.

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Lektion Nummer Drei: Das Leben kann so einfach sein.

Wie oft steht man vor den Kleiderbergen, ratlos und auch ein bisschen genervt, weil einfach keine brauchbare Outfit-Konstellation zustande kommen will? Dabei kann man auch mit einem Easy Going Look viel Effekt erzielen. Ein weißes T-Shirt, eine Jeans, ein schöner Mantel – mehr braucht man in Dänemarks Hauptstadt nicht um gut auszusehen. Voraussetzung: das T-Shirt ist hochwertig und hat für die jeweilige Gesichtsform genau den richtigen Ausschnitt, die Jeans ist High Waist, nicht zu verwaschen, mit der gewissen 90’s Attitüde; der Mantel sitzt perfekt, ist gerade geschnitten und weht kühn im Wind. Klingt doch simpel, oder?

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Lektion Nummer Vier: Es gibt kein schlechtes Wetter…

…nur unpassende Kleidung. Was Oma sagt, das bewahrheitet sich irgendwann zwangsläufig. Das beste Beispiel geben die Street Styles in Kopenhagen ab, wo es auch im August bereits herbstlich-kühl sein kann. Man will auf das dünne Spaghettiträgerkleid einfach nicht verzichten? Kein Problem, einfach etwas Langärmeliges darüberziehen und damit sowieso viel zeitgemäßer wirken. Lange Sommerkleidchen hübscht man einfach mit winterlichen Stiefeln auf und zieht lange Mäntel in sommerlich-kombinierten Farben (große Liebe: rosa und gelb!) darüber.

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Lektion Nummer Fünf: Aufs Detail kommt’s an

Oft lohnt sich ein ganz genauer Blick, denn manch eine Dame weiß auch mit dem kleinesten Handgriff viel Effekt zu erzielen. Mein Favorit: den Blusenärmel lässig unter der Jacke hervorblitzen lassen, farblich passend zum Gesamtoutfit versteht sich. Seine Tasche muss man übrigens auch nicht mehr zwingend um die Schulter tragen – man kann sie sich auch einfach unter den Arm klemmen. Über den Tellerrand blicken nennt man das.

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(Credits: Adam Katz Sinding – Le21ème)

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