Dranbleiben: der CLEAN-CLOSET-Guide Teil 2

Falls ihr es nach den ersten Tipps tatsächlich geschafft habt, ein bisschen mehr Platz im Kleiderschrank zu schaffen, heißt es nun: dranbleiben und den neu gewonnenen Stauraum nicht gleich wieder auffüllen! Das heißt natürlich nicht, dass Shoppen ab sofort streng verboten ist. Es reicht bereits, wenn man ein bisschen bewusster Neues kauft. Was jetzt klingt wie die langweiligste Sache aller Zeiten, macht tatsächlich Spaß, wenn man es ganz locker-flockig mit ein paar einfachen Regeln angeht. Die (nicht zu verachtenden) Vorteile: mehr Geld in den Taschen, weniger, dafür ein bisschen hochwertigere Auswahl und damit auch ein bisschen Zeitersparnis beim morgendlichen „Was-ziehe-ich-heute-nur-an“! Also auf geht’s, Schritt für Schritt zum perfekten Kleiderschrank:

 

Inspirationen sammeln

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So abgedroschen es auch klingen mag, ein Outfit zu kreieren ist ein kreativer Akt. Zu überlegen, was zusammenpasst, mit Farben zu experimentieren oder sich ganz nach Stimmung zu kleiden – es macht einfach Spaß. Aber auch wenn man noch so kreativ ist, manchmal schadet es nicht, sich ein bisschen Inspiration von anderen zu holen. Ob man sich nun ein virtuelles Album auf PINTEREST erstellt oder eine Collage aus Zeitschriften-Ausschnitten zusammenstellt: wenn man seinen Geschmack erst einmal visualisiert, kann man Vorlieben und Tendenzen viel besser erkennen. Gehen diese Tendenzen (wie bei mir) in Richtung der 700€ teuren Rockstud-Pumps von Valentino, hat man allerdings ein Problem. Wie auch immer, das praktische an dieser Methode ist, das man auf einen Blick sehen kann, was einem gefällt und somit gezielter shoppen kann.

 

Listen schreiben

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Wenn ihr schon einige Inspirationen gesammelt habt, geht es ans Analysieren und Notieren. Das klingt jetzt fast schon wissenschaftlich, heißt aber im Klartext: habt ihr großteils Bilder von Looks mit High-Waist-Jeans gesammelt und besitzt noch keine, solltet ihr genau das auf die Liste schreiben. Beinhalten viele Looks Basics wie eine weiße Bluse oder einen schlichten, schwarzen Pullover? Auf die Liste damit. Man muss sich das wie beim Lebensmitteleinkauf vorstellen – dabei schreibt ihr euch schließlich auch zuvor eine Liste und kauft nicht einfach irgendwelche Dinge, die zusammen keine ganze Mahlzeit ergeben, oder? Gleichzeitig einen Blick in euren Kleiderschrank zu werfen, gibt euch ein Gefühl dafür, mit welchen bereits vorhandenen Sachen ihr diese Teile dann kombinieren könnt.
Dieser Tipp kommt nämlich von einem sehr guten Freund von mir und hat sich als pures Gold erwiesen: Kannst du dir mindestens zehn verschiedene Outfits mit dem neuen Teil vorstellen, dann kauf es. Wenn nicht, dann lass die Finger davon. Denn das bedeutet nur, dass es ungetragen im Schrank hängen wird.
Man glaubt es kaum, aber sogar das verfassen so einer Liste macht Spaß. Man schreibt ja schließlich schöne Sachen auf, die man sich kaufen „darf“.

Nehmt diese Liste bei der nächsten Shopping-Tour mit und werft immer mal wieder einen Blick darauf. Das reduziert Impulskäufe und lenkt den Blick eher darauf, was ihr wirklich „braucht“. Diese Methode erfordert zwar ein bisschen Planung, aber immerhin wollt ihr einen perfekt sortierten Kleiderschrank mit möglichst wenig Ausschussware.

 

Den Sale meiden

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Wenn ihr schon diszipliniert genug seid, anhand der Liste einzukaufen, heißt es jetzt stark bleiben und nicht bei jedem Schnäppchen einzugehen wie ein Kashmir-Pulli in der Waschmaschine. Nach meiner ersten großen Ausmist-Aktion hat sich schnell gezeigt: an keinem der Kleidungsstücke, die ich gekauft habe weil sie zu dem Zeitpunkt so günstig waren, hing mein Herz und alle wurden sie aussortiert, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich rede hier nicht von jenen Designer-Stücken, auf deren Reduktion man vielleicht schon lange wartet, um sie sich endlich (annähernd) leisten zu können. Sondern eher von den „unglaublich-dieser-Pulli-kostet-nur-5€“-Ausrutschern. Alles, was einem an solchen Schnäppchen reizt, ist der kleine Preis. Denn wenn die Antwort auf die Frage „würdest du dir diesen Pulli auch um 30€ kaufen?“ nein lautet, solltet ihr das schreiend-rote Schildchen einfach ignorieren und euch wieder auf eure wohl überlegte Liste konzentrieren. Ganz zu schweigen davon, dass ihr mit einem Kleidungsstück, das für 5€ produziert werden kann sowieso nicht lange glücklich sein werdet.

Für all die, die nicht schon nach der Einleitung ausgestiegen sind, das Fenster minimiert und stattdessen eine Bestellung auf Zalando abgegeben haben: Glückwunsch, und viel Erfolg (und vor allem auch Spaß) beim Ausprobieren!

 

 

(Credits: all pictures by the-bookshelf.com)

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