Happy 2016! 5 Dinge, die wir dieses Jahr öfter machen sollten

„Was für ein scheiß Jahr.“
Das beschlossen mein Freund und ich einstimmig, als wir den Jahresrückblick eines Nachrichtenmagazins letzte Woche sahen. So viel Leid, Hass und Verachtung, so viele Momente, an denen ich mit Tränen in den Augen vor dem Fernseher saß. Da beginnt selbst bei Optimisten wie mir die Hoffnung zu versiegen. Klar, dass solche schrecklichen Nachrichten eher in Erinnerung bleiben als die positiven und es gab durchaus auch eine Menge zu feiern. Oft sind es die größten Katastrophen, die ungeahnte Nächstenliebe zum Vorschein bringen und kleine Wunder passieren auf der ganzen Welt, Tag für Tag. Auch privat hätte das Jahr 2015 nicht perfekter verlaufen können. Dennoch kamen uns die Wörter wie selbstverständlich über die Lippen. Scheiß Jahr.
Gerade deshalb und allen Umständen zum Trotz sollte man 2016 aufgeschlossener und bewusster angehen. Andere und auch sich selbst besser behandeln, Freude machen und den Horizont ein bisschen erweitern. Denn schon mit ein paar kleinen Dingen kann man ohne viel Aufwand mehr Positives in sein Leben bringen!

 

  1. Zeit vertrödeln
    Viel zu oft bin ich schon von einem Termin zum nächsten gejagt, gerannt um die nächste U-Bahn noch zu erwischen, habe gearbeitet wenn ich schon längst Feierabend hatte. Ja manchmal habe ich mich sogar auf dem Heimweg besonders gehetzt, nur um daheim 10 Minuten mehr nichts tun zu können, was eigentlich nur noch grotesk ist. „Mehr“ hat mir das Ganze aber trotzdem nicht gebracht, eher im Gegenteil. Denn wenn man die Dinge, die man gerade sieht oder tut bewusster wahrnimmt, hat man gefühlt auch mehr Zeit. Das mag kurios klingen, ist aber psychologisch bestätigt. Das heißt also: den Kalender nicht mit Terminen vollstopfen. Die nächste U-Bahn einfach mal davonfahren lassen und die Wartezeit für eine kleine Auszeit nutzen, durchatmen und wieder ein bisschen runterkommen. Die Arbeit in der Arbeitszeit erledigen und nicht zulassen, dass sie den ganzen Alltag bestimmt. Und endlich kein schlechtes Gewissen mehr haben, seine Zeit mit Nichtstun zu vertrödeln, wenn es doch manchmal so gut tut.
  2. Ein bisschen naiv sein
    Würde man alle negativen Nachrichten aus den Zeitungen filtern, wären sie wohl sehr dünn. Jeden Tag liest man von Einbrüchen, Überfällen und noch viel schlimmerem und es kommt einem so vor, als ob man jedem Menschen misstrauen sollte.  Aber ich habe es mir trotzdem nie nehmen lassen, immer vom Guten auszugehen. Viele Leute nennen das naiv. Na und? Ich gehe lieber das Risiko ein enttäuscht zu werden als ständig nur das Schlechteste anzunehmen und so zu einem Pessimisten zu werden. Und soll ich euch was sagen? Man wird mit dieser Einstellung öfter positiv überrascht als man denkt.
  3. Die Großeltern öfter anrufen
    Wenn ihr eure Großeltern noch kennt, könnt ihr euch glücklich schätzen, denn das kann nicht jeder von sich behaupten. Und wenn sie euch dann auch noch bedingungslos lieben, solltet ihr von diesem Glück auch etwas zurückgeben. Dabei muss man oft gar nicht mehr tun, als das Handy in die Hand zu nehmen. Immer wenn ich die Freude in der Stimme meiner Oma höre, könnte ich mich ohrfeigen, dass ich es nicht öfter mache. Es sind meistens nur 10 Minuten, in denen ich von meinem Tag erzähle. Aber für meine Oma ist es die größte Freude, dass ich an sie denke. Selten kann man mit so wenig so viel Gutes bewirken.
  4. Neues lernen
    Es ist sehr leicht, dem Alltagstrott zu verfallen, wenn man einen geregelten Tagesablauf hat. Oft beginnt man dann in seinen Angewohnheiten festzustecken und fühlt sich eintönig. Dabei kann es so viel mehr Farbe in das Leben bringen,  etwas völlig Neues auszuprobieren. Stricken lernen und seine Freunde mit absolut hässlichen Socken überraschen. Ein paar Brocken der Sprache des Landes lernen, in das man demnächst reist. Ein exotisches Gericht zubereiten und fremde Gebräuche erforschen. Und vielleicht lernt man so sogar, vor anderen Kulturen nicht zurückzuschrecken, sondern sie besser zu verstehen.
  5. Planlos sein
    Mein Kalender gleicht dem eines Top-Managers. Das liegt aber nicht daran, dass ich so unendlich viele wichtige Termine habe – ich plane einfach gerne. Urlaube, Verabredungen, Work-Outs, was ich koche, was ich wann lese.. Wenn ich könnte, würde ich sogar meine Klopausen planen und eintragen. Das ging immer ganz gut, bis ich an eine gute Freundin einen Termin vergab wie in einer Zahnarztpraxis. „Kaffee? Mal sehen.. in zwei Wochen wäre was frei bei mir.“
    Also wäre mein wohl wichtigstes Mantra für’s neue Jahr: nicht immer alles durchplanen. Sondern sich einfach treiben lassen.

 

(Credits: das wunderschöne Titelbild ist ein Wallpaper von DESIGNLOVEFEST)

 

 

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